Urteil im Bahnhoftreter-Fall

Der Angeklagte wurde wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 6 Monaten verurteilt.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Verurteilung von 6 Jahren und 6 Monaten wegen versuchter Tötung beantragt.

Eine kleine Kuriosität am Rande: Oft ist das Problem bei Körperverletzungsdelikten, insb. Schlägereien, den wahren Sachverhalt zu ermitteln. Zeugenaussagen erweisen sich hier oft als sehr widersprüchlich.

In diesem Fall lag das anders, da es 2 Videos von Überwachungskameras gab. Trotzdem wurde bei der Rangelei sehr unterschiedliche Wahrnehmungen gemacht:

Die Staatsanwaltschaft sah, wie der Angeklagte den Geschädigten zu Boden riss.
Die Verteidigung sah, wie der Geschädigte sich fallen ließ und durch sein Gewicht zu Boden glitt.

Das Gericht sah zum Glück das selbe wie die Verteidigung…

Tatort Nummer 1 in Nürnberg: Der Hauptbahnhof!

Derzeit verhandele ich ein Strafverfahren vor dem Schwurgericht Nürnberg.

Am Hauptbahnhof kam es zu einer zunächst belanglosen Kabbelei zwischen 2 Männern aus der Szene. Als der eine am Boden liegt, tritt der andere zweimal auf seinen Kopf.

Das Gericht hat nun zu entscheiden, ob es versuchte Tötung oder „nur“ gefährliche Körperverletzung war.

Dem Geschädigten geht es übrigens gut. Er hat keine bleibende Schäden davongetragen und kann sich heute nicht einmal mehr an die Tat erinnern. Er hat keinen Groll gegen den Angeklagten und will auch nicht, dass er bestraft wird.

Neulich im Seminar

fiel sinngemäß folgendes Zitat:

„Beim BGH arbeiten einige Richter, die einen dringenden Genie-Verdacht gegen sich selbst haben!“

Ältere Meldungen

Videos


Kontakt

Kanzlei Yilmazel, Aslan & Kotz
Frauentorgraben 43
90443 Nürnberg

Tel: 0911 / 89 14 463
Fax: 0911 / 89 14 465
Mail: info@reinhard-kotz.de

Weitere Kontaktmöglichkeiten